Neugebauer auf Podiumskurs – Sprengel sichert EM-Ticket in Götzis
Für Leo Neugebauer (VfB Stuttgart 1893) entwickelte sich der Zehnkampf in Götzis zu einem starken, wenn auch nicht perfekten Wettkampf, in dem er über zwei Tage hinweg konstant im Spitzenfeld blieb und sich letztlich mit einer Top-Punktzahl von 8.730 Punkten hinter Sieger Simon Ehammer einordnete.
Ein Wettkampf auf Augenhöhe mit der Weltspitze
Neugebauer startete solide in den ersten Tag und arbeitete sich mit starken Leistungen in Kugelstoß (16,71 m), Hochsprung (2,06 m) und einer kontrollierten 400-Meter-Zeit (47,99 s) in die Spitzengruppe. Besonders im Hochsprung und im Kugelstoßen zeigte er seine Klasse und blieb nur knapp unter bzw. auf seinem Rekordniveau. Zur Halbzeit lag er damit in Reichweite der Führenden und auf Kurs für ein Ergebnis jenseits der 8.700 Punkte.
Kampf um jede Hundertstel und jeden Meter
Am zweiten Tag blieb Neugebauer in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen. Im Diskuswurf stabilisierte er sich nach einem schwierigen Start im dritten Versuch und konnte dort wichtige Punkte sammeln. Über die Hürden (14,57 s) und im Stabhochsprung (5,00 m) blieb er im erwartbaren Bereich, ohne ganz an seine absolute Bestform heranzukommen.
Starker Abschluss über 1.500 Meter
Im abschließenden 1.500-Meter-Lauf kam Neugebauer in 4:39,33 Minuten ins Ziel. Auch wenn er damit nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen konnte, reichte seine Gesamtleistung für ein sehr starkes Endresultat von 8.730 Punkten – nur Simon Ehammer war am Ende noch stärker.
Aus Sicht von Sandrina Sprengel (ebenfalls VfB Stuttgart 1893) war der Siebenkampf in Götzis ein stabiler, aber nicht ganz optimaler Auftritt, der am Ende dennoch mit einem wichtigen Ziel belohnt wurde: der sicheren Bestätigung der EM-Norm und einem Ergebnis von 6.328 Punkten.
Solider Auftakt mit Höhen und kleinen Rückschlägen
Schon am ersten Tag zeigte Sprengel, dass sie grundsätzlich gut im Wettkampf war. Über die 100 Meter Hürden (13,70 s) und im Hochsprung (1,80 m) präsentierte sie sich konkurrenzfähig und bestätigte ihr Niveau als Sprung- und Sprintathletin. Im Kugelstoßen (14,43 m) gelang ihr sogar eine persönliche Bestleistung im Siebenkampf, was sie im Gesamtklassement zunächst im oberen Mittelfeld hielt.
Im 200-Meter-Lauf (24,74 s) musste sie jedoch etwas abreißen lassen – auch bedingt durch eine zuletzt nicht ganz optimale Gesundheit. Dennoch ging sie mit einer soliden Ausgangsposition in den zweiten Tag.
Weitsprung als Knackpunkt – aber ohne Bruch im Wettkampf
Im Weitsprung (6,16 m) blieb sie unter ihren Möglichkeiten und verlor dort einige wichtige Punkte. Entscheidend war aber, dass sie sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen ließ und weiter im Rennen um die EM-Norm blieb.
Speerwurf bringt Stabilität zurück
Im Speerwurf (47,75 m) zeigte Sprengel wieder eine bessere Leistung und hielt sich damit im Bereich ihrer Konkurrenz. Vor allem blieb sie in Schlagdistanz zur EM-Norm und vor ihrer direkten Rivalin im internen Duell um die Punkte.
Starker Abschluss über 800 Meter
Im abschließenden 800-Meter-Lauf (2:15,97 min) zeigte sie einen kontrollierten, kämpferischen Lauf. Sie wusste genau, welche Zeit sie benötigte, und brachte den Wettkampf souverän ins Ziel. Mit dem entscheidenden Ergebnis: 6.328 Punkte und damit die sicher erfüllte EM-Norm.