U16-Höhenflüge unter Burg Hohenzollern
Die starken Leistungen mit 13 DM-Qualifikationen krönte die 14-jährige Anni Marcard (VfL Sindelfingen), die ihre WLV-Rekorde über 80 m Hürden und im Siebenkampf auf 11,45 Sekunden bzw. 3.845 Punkte verbessern konnte.
Über hundert Athletinnen und Athleten nahmen den Sieben- bzw. Neunkampf bei extremer Hitze in Angriff. In der weiten und mit vielen schattigen Flächen ausgestatteten Anlage unter der Burg Hohenzollern war die zumindest am ersten Tag gut auszuhalten und wirkte sich erst einmal leistungsförderlich aus, während sie am langen zweiten Tag für die Jungs doch ihren Tribut forderte. Ein großes Dankeschön an die Kampfrichter- und Helferteams des WLV, der LG Steinlach-Zollern und des kooperierenden TV Weilstetten, dass sie ihre Veranstaltungspremiere bei den fordernden Bedingungen so gut und zügig über die Bühne gebracht haben.
Im hochkarätigsten Wettbewerb, dem Siebenkampf der W14, bot vor allem Heidi Schindler (TV Oberndorf) mit starken Leistungen von 12,38 m mit der Kugel und 38,97 m mit dem Speer der sprintstarken Anni Marcard Paroli, die außer ihrem Hürdenrekord unter anderem auch noch 12,41 Sekunden über 100 m und 5,39 m im Weitsprung zu bieten hatte. Am Ende hatte sowohl im Vier- als auch im Siebenkampf Marcard die Nase vorn. Schindler tauschte mit 3.758 Punkten im Siebenkampf die Platzierung mit Matilda Maier (SG Dettingen), die im Vierkampf Silber geholt hatte. In der W15 setzte sich Lisa Bender (TSV Baltmannsweiler) mit ihrem Höhenflug von 1,72 m im Hochsprung bereits entscheidend von Mitfavoritin Nina Richter von der gastgebenden LG Steinlach-Zollern ab und rettete nach dem Vierkampfsieg mit 3.768 Punkten im Siebenkampf noch 40 Punkte Vorsprung vor Richter ins Ziel. Die kämpfte sich an Tag zwei noch an Johanna Baierl (SSV Ulm 1846) vorbei, die mit ihren 3.672 Punkten ihre Siebenkampfbestleistung pulverisierte. In den Teamwertungen lagen die Ulmerinnen sowohl im Vier- als auch im Siebenkampf vorn. Die Silber- und Bronzemedaillen teilten sich die SG Dettingen (Vierkampf-Silber) und die Neckar-Enz (Siebenkampf-Silber) untereinander auf.
Im Neunkampf der M15 ließ Lukas Gallmeier (SSV Ulm 1846) mit drei PBs zum Start, darunter 6,14 m im Weitsprung, keine Zweifel an seinem Sieg sowohl im Vier- als auch im Neunkampf, wo er sich mit 5.314 Punkten an die Spitze der deutschen Bestenliste setzte. Dahinter setzten sich im Vierkampf Noah Benzing (FSV Schwenningen) und Kalle Ahsbahs (TV Oberhaugstett), die im Neunkampf dann die Plätze tauschten. Im Neunkampf der M14 gab es einen Filstäler Doppelsieg: Raoul Laneri verteidigte im abschließenden Hitzelauf über 1.000 m seinen knappen Vorsprung und gewann mit 4.603 Punkten und 14 Punkten Vorsprung auf Jakob Dialler. Beide dürfen damit auch für die DM in Hannover planen. Dritter wurde Lukas Roos (SG Schorndorf 1846). Ganz anders hier die Vierkampfwertung: Die hatte sich nach tollen Sprüngen auf 5,53 und 1,68 m Henri Schwamm (TSG Schwäbisch Gmünd) vor Laneri und dem Ulmer Johannes Stahlhut gesichert. In den Teams lagen sowohl im Vier- als auch im Neunkampf die Jungs des SSV Ulm 1846 vorn und konnten sich am zweiten Tag sogar noch einen Salto nullo im Stabhochsprung leisten. Zweiter wurde jeweils das Team des Gastgebers LG Steinlach-Zollern, das sich besonders über die Mannschaftsquali für Hannover freuen durfte, gefolgt von den Jungs der LG Filstal.
alle Fotos: Grundmann/ de Carvalho